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Technikgebäude an der Solaranlage fertiggestellt

(vom 13.05.2020)

Ludwigsburg, Kornwestheim. Die bundesweit größte Solarthermie-Anlage der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim läuft seit März im Testbetrieb und erzielt bei bestem Wetter Rekordwerte. Das Herz der Anlage ist das Technikgebäude direkt neben den Kollektoren. Das Gebäude wurde jetzt fertiggestellt. Hauptaufgabe des Technikgebäudes: die Unterbringung aller technischen Komponenten der Solarthermie-Anlage.

Vom Wärmetauscher, der die Hydraulik-Kreisläufe der Solaranlage und des Fernwärmenetzes trennt, über die Netzpumpen, die die Solarwärme zum Wärmespeicher und Verteilpunkt am Holzheizkraftwerk transportieren, bis hin zu den elektrischen sowie steuerungs- und sicherheitsrelevanten Bauteilen sind alle Komponenten im Technikgebäude untergebracht. Die Betriebsführung und Überwachung der Solaranlage erfolgt, wie bei allen Anlagen im Verbundnetz, über die Fernwärmeleitwarte im Holzheizkraftwerk. Eine Präsenz vor Ort ist nur für Service- und Kontrollaufgaben notwendig. Gebaut wurde das Technikgebäude von der Firma Karl Köhler aus Besigheim im Auftrag des Generalunternehmers Arcon-Sunmark. Baubeginn war im Juli 2019. Die auf dem Dach installierte Aussichtsplattform bietet zukünftig einen ungestörten Blick auf das Kollektorfeld und wird nach Fertigstellung der Wegeverbindung über den Fußweg durch den grünen Ring erreichbar sein. Die für Ende Mai angesetzte offizielle Einweihung wurde Pandemie-bedingt auf den Spätsommer 2020 verschoben.

Das Klimaschutz-Modellprojekt

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim setzen seit Mitte 2017 das kommunale Klimaschutz-Modellprojekt des Bundesumweltministeriums SolarHeatGrid "Errichtung und Anbindung der größten Solarthermie-Anlage in Deutschland an ein optimiertes Wärmeverbundnetz" um, an dem die Stadt Ludwigsburg als Kooperationspartnerin beteiligt ist. Das Projekt kostet rund 15 Millionen Euro und wird mit knapp 10 Millionen Euro seitens des Bundes gefördert. Die SWLB schließt im Rahmen des kommunalen Klimaschutz-Modellprojektes drei Fernwärme-Inselnetze an das Ludwigsburger Verbundnetz an. Durch die Anbindung des Fernwärmenetzes - das schon heute die Wärme für große Teile der Stadt mit überwiegend nachwachsenden Rohstoffen bereitstellt - an die noch rein fossil befeuerten Netze Rotbäumlesfeld, Technische Dienste Ludwigsburg und Kornwestheim Nord, erhöhen die Stadtwerke die Wärmequalität in den neu angeschlossenen Netzen deutlich. Gleichzeitig können die Heizwerke optional als Standorte für weitere Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Erzeuger genutzt werden, die die Effizienz zusätzlich erhöhen und die CO2- Emissionen weiter senken können. Die Standorte arbeiten künftig in einem größeren Netzverbund – bei anstehenden Kesselerneuerungen können zum Beispiel die Kessel kleiner dimensioniert

werden. Das bedeutet neben der Einsparung fossiler Energien auch einen wirtschaftlichen Vorteil. Im Rahmen des Netzzusammenschlusses haben die Stadtwerke rund fünf Kilometer Wärmenetztrasse gelegt. 1,1 km davon Solarwärmetransport-Trasse.

Weitere Informationen zum kommunalen Klimaschutz-Modellprojekt sowie die Webcam am Römerhügel und Baustellenkamera am Wärmespeicher unter www.swlb.de/solar-heat-grid .

Foto SWLB: Das fertige Technikgebäude ist das Herz der Solarthermie-Anlage. Weitere Fotos stellen wir zur Verfügung - melden Sie sich bitte gern.

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