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SolarHeatGrid in Ludwigsburg: Wärmespeicher abgenommen und entrüstet

(vom 04.03.2020)

Ludwigsburg. Der Wärmespeicher neben dem Holzheizkraftwerk der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) ist fertig. Nach der Bauabnahme und Restarbeiten folgte die Entrüstung des rund 20 Meter hohen Stahlturmes. Bereits im Herbst wurde der Speicher mit 2.000.000 Liter Wasser gefüllt – was allein vier Tage in Anspruch nahm.

Gegen Ende des Jahres wurden die Isolierung angebracht und die Verbdindung mit dem Leitungssystem im Holzheizkraftwerk hergestellt. Der runde Druckspeicher mit 14 Meter Durchmesser hat ein Gesamtvolumen von 2.400 Kubikmetern, das Speichervolumen beträgt 2.000 m3. Der Behälter mit Fundament wiegt 253 Tonnen – zuzüglich Füllgewicht. Genau 64 Einzelelemente sind seit Juli 2019 verschweißt worden.

 

Am 20. Februar erfolgte die erste Solarwärmeeinspeisung im Probebetrieb. Bald schon kann – automatisiert - qualitativ hochwertige, regenerativ erzeugte Wärme in das erweiterte Verbundnetz der Stadtwerke eingespeist werden. Dank des Wärmespeichers steht die solar gewonnene Energie auch dann zur Verfügung, wenn es keine oder nur geringe Sonneneinstrahlung gibt. Zudem kann die Grundlastwärme der fossil befeuerten Heizzentralen der Einzelnetze durch die größtenteils regenerativ erzeugte Wärme des erweiterten Verbundnetzes ersetzt werden.

Das Unternehmen Kremsmüller Industrieanlagen aus Österreich hat den Bau in nur fünf Monaten hochgezogen. Kremsmüller wurde Mitte 2018 - nach europaweitem Vergabeverfahren - mit dem Bau beauftragt. Die Speicherelemente wurden ab Januar 2019 gefertigt. Im April 2019 fanden erste Bohrarbeiten für die 24 Bohrpfähle statt, die das Wärmespeicher-Fundament bilden. Die mit Beton ausgegossenen Bohrpfähle gründen in 13 Metern Tiefe. Im Mai erfolgte der Baggerbiss, im Juni die Betonage der Fundamentplatte. Ab Juli wurde der Speicher montiert. Die Außengestaltung mit Geländemodellierung und Bäumen ist ab Frühjahr 2020 durch das Unternehmen Faktorgrün geplant.

 

Das Klimaschutz-Modellprojekt

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim setzen seit Mitte 2017 das kommunale Klimaschutz-Modellprojekt des Bundesumweltministeriums SolarHeatGrid "Errichtung und Anbindung der größten Solarthermie-Anlage in Deutschland an ein optimiertes Wärmeverbundnetz" um, an dem die Stadt Ludwigsburg als Kooperationspartnerin beteiligt ist. Das Projekt kostet rund 15 Millionen Euro und wird mit knapp zehn Millionen Euro seitens des Bundes gefördert.
Die SWLB schließt im Rahmen des kommunalen Klimaschutz-Modellprojektes drei Fernwärme-Inselnetze an das Ludwigsburger Verbundnetz an. Durch die Anbindung des Fernwärmenetzes - das schon heute die Wärme für große Teile der Stadt mit überwiegend nachwachsenden Rohstoffen bereitstellt - an die noch rein fossil befeuerten Netze Rotbäumlesfeld, Technische Dienste Ludwigsburg und Kornwestheim Nord, erhöhen die Stadtwerke die Wärmequalität in den neu angeschlossenen Netzen deutlich. Gleichzeitig können die Heizwerke optional als Standorte für weitere Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Erzeuger genutzt werden, die die Effizienz zusätzlich erhöhen und die CO2- Emissionen weiter senken können. Die Standorte arbeiten künftig in einem größeren Netzverbund – bei anstehenden Kesselerneuerungen können zum Beispiel die Kessel kleiner dimensioniert werden. Das bedeutet neben der Einsparung fossiler Energien auch einen wirtschaftlichen Vorteil.

Im Rahmen des Netzzusammenschlusses haben die Stadtwerke rund fünf Kilometer Wärmenetztrasse gelegt. 1,1 km davon Solarwärmetransport-Trasse. Weitere Informationen zum kommunalen Klimaschutz-Modellprojekt sowie die Webcam am Römerhügel und Baustellenkamera am Wärmespeicher unter www.swlb.de/solar-heat-grid

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