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Mobile Stromversorgung ohne Emissionen - Stadtwerke testen Batteriesystem von instagrid

(vom 07.12.2020)

Ludwigsburg. Ein tragbares Batteriesystem ohne Lärm und Emissionen statt der üblichen Verbrennungsmotoren zur mobilen Stromerzeugung – das ist längst mehr keine Zukunftsvision. Als erstes Unternehmen konnten die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim zwei Prototypen des Ludwigsburger Start-Ups instagrid GmbH testen. instagrid ist spezialisiert auf mobile Energieversorgung für professionelle Anwender. „Nach der ersten Testphase im November in unseren technischen Bereichen hat uns die mobile instagrid-Batterie hinsichtlich der Kapazität, Reduzierung von Emissionen, Lärm, Gewicht und Kosten voll überzeugt. Vom Einsatz der portablen Stromquelle profitieren nicht nur unsere Mitarbeiter, sondern auch die Bürger der Region und nicht zuletzt unsere Umwelt“, sagt Johannes Rager, Geschäftsführer der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim.

 

Das Start-up instagrid mit Sitz in Ludwigburg und Helsinki hat sich zur Aufgabe gemacht, Profis aus Bauwirtschaft, Veranstaltungstechnik, Landschaftsbau und humanitären Organisationen einen zuverlässigen Zugang zu sauberer Elektrizität zu ermöglichen – überall und zu jeder Zeit. „Durch unsere innovative Batterie-Stromversorgung wollen wir konventionelle Benzin- und Dieselgeneratoren ersetzen und so zur Verbesserung der Luftqualität in Städten beitragen“, erklärt Dr. Sebastian Berning, der zusammen mit Dr. Andreas Sedlmayr instagrid-Gründer und Geschäftsführer ist. „Umso mehr freuen wir uns durch die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wie der SLWB, auch lokal die Energiewende voranbringen zu können“, unterstreicht Dr. Andreas Sedlmayr.

Ein zentrales Ziel der SWLB ist der stetige Umbau in Richtung nachhaltige Energien. So hat der kommunale Versorger Stadtwerke in den letzten Jahren viel in klimafreundliche und energieeffiziente Energieerzeugungsanlagen investiert – zum Beispiel in Holzheizkraftwerk und Blockheizkraftwerke oder SolarHeatGrid, Deutschlands größte Solarthermie-Anlage. Rager: „Die Stadtwerke stellen eine leistungsfähige und sichere Infrastruktur bereit. Notwendige Sanierungen und Erneuerungen an den Schlagadern in unserer Region gehören zum Tagesgeschäft. Mit einem emissionsfreien Batteriesystem können wir unsere Baumaschinen klimaschonend einsetzen und auch hier effizient ans Werk gehen. Das ist konsequentes Energiemanagement.“

Die beiden von instagrid zur Verfügung gestellten Prototypen wurden intensiv getestet. „So haben wir zum Beispiel die Batterielösung zur mobilen Stromversorgung beim Abpumpen von Wassermengen, bei einer Baustelle mit einer Tiefbaufirma sowie bei Schweißarbeiten eingesetzt. Dabei waren schwere Werkzeuge, wie zum Beispiel Abbruchmeißel oder Bohrmaschinen im Einsatz. Die Prototypen konnten alle Situationen mit Bravour meistern“, staunt Matthias Kämmerer von der SWLB, der die Testphase aktiv begleitete.

Die Auswertung der Tests zeigt, durch Verwendung der beiden instagrid-Prototypen wurden in der einwöchigen Testphase rund 100 bis 120 Kilogramm Emissionen eingespart. „Neben der Verbesserung der Luftqualität durch emissionsfreies Bauen ist auch die Minderung der Lärmbelästigung ein weiterer Vorteil der batteriebasierten mobilen Stromversorgung. Der zusätzliche Lärm zu den ohnehin schon lärmenden Baumaschinen wird hier gänzlich eliminiert und macht die Baumaßnahmen für die Arbeitenden vor Ort und auch für die Anwohner deutlich angenehmer“, merkt Kämmerer an. Besonders positiv ist Kämmerer auch die Kapazität der Batterie aufgefallen: „Wir hatten die beiden Prototypen die ganze Woche als Ersatz für jeweils einen Dieselgenerator im Einsatz. In dieser Woche haben wir es nicht geschafft, die beiden Batterien, die jeweils über 1,5 Kilowattstunden verfügen, in die Knie zu zwingen. Das ist wirklich beeindruckend.“

Zu Gunsten der Größe, des Gewichts und damit der Kompaktheit der Batterielösung setzt das Ludwigsburger Start-Up auf eine modulare Bauweise. Dabei werden unter anderem Komponenten verwendet, die auch in Smartphones zu finden sind. Das bringt auch wirtschaftliche Vorteile mit sich, wie Kämmerer verdeutlicht: „Herkömmliche Generatoren wiegen meist über 150 Kilogramm, das instagrid Batteriesystem wiegt nur 16 bis 19 Kilo. Dieser Unterschied macht sich nicht nur beim Einsatz auf unseren Baustellen, sondern auch wirtschaftlich bemerkbar. Unsere Mannschaftswägen, die mitunter mehrere Generatoren transportieren, werden dadurch deutlich leichter. Unsere Monteure benötigen nicht mehr unbedingt einen LKW-Führerschein, um die Fahrzeuge bewegen zu dürfen. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Einsparungen an Sprit durch die Gewichtsreduzierung. Allgemein können wir unsere Betriebskosten durch den Einsatz von instagrid-Produkten, die in der Anschaffung mit 1700 (1,5 kWh) bis 2300 (2,1 kWh) Euro netto in der gleichen Preisklasse wie geläufige Dieselgeneratoren liegen, deutlich senken“, erklärt Kämmerer.

Das Testen der instagrid-Prototypen durch die SWLB ist Teil eines bis 2022 angesetzten Pilotprojektes des Ludwigsburger Start-Ups, das als Ziel die Reduzierung lokaler Emissionen in Städten anstrebt. Dazu werden europaweit in verschiedenen Bereichen 100 portable Batteriespeicher als Ersatz zu Verbrennungsmotoren eingesetzt und getestet. Die Europäische Union kofinanziert das Projekt durch das sogenannte LIFE-Programm, das ausschließlich Umweltschutzbelange unterstützt.

 

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