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10 Jahre Holzheizkraftwerk - 100 Millionen kWh Strom erzeugt, 180.000 t CO2 eingespart

(vom 13.01.2020)

Ludwigsburg. Das Holzheizkraftwerk (HHKW) der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim ist seit zehn Jahren in Betrieb.

 

Seither hat es über 100 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom und 452 Millionen kWh Wärme aus Biomasse erzeugt. „Das Holzheizkraftwerk deckt 70 Prozent des benötigten Wärmebedarfs der Ludwigsburger Fernwärmeversorgung“, sagt Peter Danylak, Technischer Leiter der SWLB und ergänzt: „Mit der Anlage produzieren wir umweltfreundliche Energie und reduzieren den CO2-Ausstoß um 90 Prozent. Jedes Jahr wird die Umwelt um 18.000 Tonnen CO2 entlastet. Mit den prognostizierten Kilowattstunden pro Jahr liegen wir voll im Soll!“

Ende 2009 ging das HHKW als damals modernstes und größtes Holzheizkraftwerk in Baden-Württemberg ans Netz. Im Wesentlichen besteht das HHKW aus einer Holzfeuerungsanlage mit einer Gesamtfeuerungswärmeleistung von 14,6 Megawatt und einem ORC-Modul, mit dem aus Biomasse Strom erzeugt und Wärme an das Fernwärmenetz der Stadtwerke abgegeben wird. Das Holzheizkraftwerk basiert auf einer ORC-Anlage (Organic-Rankine Cycle) - einem Verfahren für den Betrieb von Dampfturbinen ohne Wasserdampf. Der weiße Rauch, der den Schornstein des HHKW verlässt, ist Wasserdampf. Für die zur Verbrennung benötigten Holzhackschnitzel schütten durchschnittlich sechs LKW pro Tag ihre Ladung in die beiden Abkippgruben. Bis dato wurden 300.000 Tonnen Biomasse thermisch verwertet. Holz ist nachwachsender, nicht fossiler und somit klimafreundlicher Energieträger. Das naturbelassene Material entsteht bei der Landschaftspflege und kommt unter anderem von umliegenden Häckselplätzen.

Das Holzheizkraftwerk steht auch nach zehn Jahren Betrieb hoch im Kurs. Im Rahmen des kommunalen Klimaschutz-Modellprojekts baut die SWLB derzeit die größte Freiflächen-Solarthermie-Anlage Deutschlands und integriert sie in das bestehende Fernwärmenetz. Dazu wird der bestehende Ludwigsburger Fernwärmeverbund, der schon heute die Wärme für große Teile der Stadt mit überwiegend nachwachsenden Rohstoffen bereitstellt, mit den derzeit noch fossil versorgten Netzen zusammengeschlossen. Durch die Errichtung einer Solarthermie-Anlage in Verbindung mit einem großen Wärmespeicher neben dem Holzheizkraftwerk wird zusätzlich qualitativ hochwertige, regenerativ erzeugte Wärme in das erweiterte Verbundnetz eingespeist. Damit wird die Wärmemenge aus erneuerbaren Energien weiter erhöht. Mithilfe des noch im Bau befindlichen Wärmespeichers steht die gewonnene Energie auch dann zur Verfügung, wenn es keine oder geringe Sonneneinstrahlung gibt. Die Grundlastwärme der fossil befeuerten Heizzentralen der Einzelnetze kann so durch die größtenteils regenerativ erzeugte Wärme des erweiterten Verbundnetzes ersetzt werden. Neben der CO2-Einsparung, die durch den wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien im erweiterten Fernwärmenetz erzielt wird, ist die Steigerung der Energieeffizienz erklärtes Ziel des Großprojektes. Das Klimaschutz-Modellprojekt SolarHeatGrid "Errichtung und Anbindung der größten Solarthermie-Anlage in Deutschland an ein optimiertes Wärmeverbundnetz" befindet sich noch in der Umsetzungsphase. Die Inbetriebnahme der Solarthermie-Anlage ist für Mai 2020 avisiert.

Die Anlagen der SWLB, insbesondere das HHKW, werden häufig besichtigt. Allein 3500 Besucher haben in den vergangenen zehn Jahren das Werk in der Eisenbahnstraße besichtigt. Darunter interessierte Bürger aus dem Versorgungsgebiet der Stadtwerke, Schulklassen und auswärtige Delegationen – zum Beispiel aus Kroatien, Serbien, China und Japan. Peter Danylak: „Mit der Fertigstellung von SolarHeatGrid wird auch das HHKW als Teil des Wärmeverbundnetzes wieder mehr im Fokus stehen. Jede Führung trägt dazu bei, dass das Verständnis für nachhaltige Energieerzeugung in unserer Region wächst. Mit jeder erzeugten Kilowattstunde kommen wir auf lokaler Ebene unseren Klimaschutzzielen einen Schritt näher.“

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