Sonne

Wärmespeicher

Im Rahmen des Projektes wird der bestehende Ludwigsburger Fernwärmeverbund, der schon heute die Wärme für große Teile der Stadt mit überwiegend nachwachsenden Rohstoffen bereitstellt, mit den derzeit noch fossil versorgten Netzen zusammengeschlossen. Durch die Errichtung einer Solarthermie-Anlage in Verbindung mit einem großen Wärmespeicher wird zusätzlich qualitativ hochwertige, regenerativ erzeugte Wärme in das erweiterte Verbundnetz eingespeist. Damit wird die Wärmemenge aus erneuerbaren Energien weiter erhöht. Mithilfe eines zu errichtenden Wärmespeichers steht die gewonnene Energie auch dann zur Verfügung, wenn es keine oder geringe Sonneneinstrahlung gibt. Die Grundlastwärme der fossil befeuerten Heizzentralen der Einzelnetze kann so durch die größtenteils regenerativ erzeugte Wärme des erweiterten Verbundnetzes ersetzt werden. Neben der CO2-Einsparung, die durch den wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien im erweiterten Fernwärmenetz erzielt wird, ist die Steigerung der Energieeffizienz erklärtes Ziel des Großprojekts. Im Rahmen der Netzzusammenführung sollen daher auch Maßnahmen zur Reduzierung der so genannten Rücklauftemperaturen durchgeführt werden, von der maßgeblich die Leistungsfähigkeit unseres Fernwärmenetzes abhängt.

Errichtung eines großen Wärmespeichers

Für den Lastausgleich zwischen Solarertrag zur Mittagszeit und kontinuierlichem Wärmebedarf des Netzes ist ein Wärmespeicher erforderlich. Dieser Wärmespeicher soll beim Holzheizkraftwerk errichtet werden und kann doppelt genutzt werden. Zum einen im Sommer durch die Solaranlage, zum anderen im Winter durch das Holzheizkraftwerk (HHKW), das als träge Biomasseanlage mit weniger Lastwechsel betrieben werden kann. Dadurch wird eine noch effizientere Verwertung des Brennstoffs erwartet.

Grafik Wärmespeicher

Baggerbiss für Wärmespeicher 

Baggerbiss
Baggerbiss mit Oberbürgermeister Werner Spec (hinten stehend) am 6.5.2019

(Stand Mai 2019) Der Wärmespeicher ist wichtiger Bestandteil des Modellprojektes. Durch die Errichtung der Solarthermie-Anlage in Verbindung mit einem großen Wärmespeicher wird qualitativ hochwertige, regenerativ erzeugte Wärme in das erweiterte Verbundnetz eingespeist. Damit können wir die Wärmemenge aus erneuerbaren Energien weiter erhöhen. Dank des Wärmespeichers steht die solar gewonnene Energie auch dann zur Verfügung, wenn es keine oder nur geringe Sonneneinstrahlung gibt. Die Grundlastwärme der fossil befeuerten Heizzentralen der Einzelnetze kann so durch die größtenteils regenerativ erzeugte Wärme des erweiterten Verbundnetzes ersetzt werden. Der Wärmespeicher entsteht ab März 2019 auf der Stadtwerke-eigenen Fläche neben dem Holzheizkraftwerk. Der runde Druckspeicher hat ein nutzbares Fassungsvermögen von 2.000 Kubikmetern und eine Höhe von 20 Metern. Er misst 14 Meter im Durchmesser.

Nach dem europaweitem Vergabeverfahren wurde das Unternehmen Kremsmüller Industrieanlagen aus Österreich mit dem Bau beauftragt. Erste Bauvorbereitungen wurden im März und April 2019 durchgeführt, unter anderem wurden 24 Bohrpfähle für die Bodenplatte gesetzt. Nach dem Baggerbiss am 6.5. wird das Erdreich ausgehoben, die Betonage der Bodenplatte folgt im Juni. Lesen Sie mehr in der Presseinformation zum Baggerbiss.

Die Fertigstellung des Fundaments ist für Mai 2019 geplant. Die Speicherelemente werden bereits seit Januar dieses Jahres gefertigt. Die Montagearbeiten des Speichers dauern von Mai bis November 2019, danach erfolgt die Außengestaltung mit Geländemodellierung und Baumpflanzungen. Die Außen- und Flächengestaltung des Wärmespeichers wurde in konstruktiver Zusammenarbeit mit den beteiligten Anwohnern im Herbst 2018 erarbeitet.