Sonne

Wärmenetz

Wärmenetz 

Zusammenschluss bestehender Wärmenetze

Teilstück der 5km langen Wärmenetztrasse

Ein Netzverbund von einzelnen Netzen mit dem Verbundnetz der SWLB bietet vielfältige Vorteile für alle Einzelnetze. Durch die Anbindung der momentan rein fossil befeuerten Netze Rotbäumlesfeld, Technische Dienste Ludwigsburg (TDL) und Kornwestheim Nord an das in großen Teilen regenerative bestehende Verbundnetz, erhöhen sich die Wärmequalität in den neu angeschlossenen Netzen deutlich. Gleichzeitig können die Heizwerke künftig optional als Standorte für weitere KWK-Erzeuger genutzt werden, welche die Effizienz zusätzlich erhöhen und die CO2- Emissionen weiter senken können. Da die Standorte künftig in einem größeren Netzverbund arbeiten, können die Kessel bei den ohnehin anstehenden Kesselerneuerungen durch den Gleichzeitigkeitseffekt möglicherweise kleiner dimensioniert werden, was neben der Einsparung fossiler Energien auch einen wirtschaftlichen Vorteil schafft. Insgesamt werden rund 5 km Wärmenetztrasse errichtet.

Anpassung der Heizzentralen im Verbund

Das Wärmeverbundnetz Ludwigsburg besteht zurzeit bereits aus mehreren Heizzentralen. Die Wärmeerzeuger werden je nach Wärmebedarf des Netzes zu- oder abgeschaltet. Dabei ist das Holzheizkraftwerk zumeist das Führungsheizwerk. Die anderen Heizzentralen unterstützen das HHKW bei Bedarf durch Einspeisung eines entsprechenden Heizwasservolumenstroms. Um die Wärmeversorgung aller Netzteile trotz unterschiedlicher Einspeisestellen zu gewährleisten, werden die Netzpumpen über unterschiedliche Netz-Schlechtpunkte geregelt. Durch die Aufnahme neuer Heizzentralen sowie die dezentrale Einbindung der Solaranlage in den Netzverbund werden Anpassungen an der Regelung, der Hydraulik und den Netzpumpen an den Heizzentralen-Standorten Rotbäumlesfeld, TDL, Kornwestheim Nord, Güterbahnhof (Standort HHKW), Stadionbad und Campusbad erforderlich.

Rücklauftemperaturoptimierung

Für den Ertrag und damit die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage sind die Vor- und Rücklauftemperaturen im Netzverbund von entscheidender Bedeutung. Je 5 °C höherer Rücklauftemperatur sinkt der Solarertrag in etwa um 5 %. Daneben bieten niedrigere Rücklauftemperaturen zahlreiche weitere Vorteile bei der Systemeffizienz:

  • Geringere Wassermengen und damit verminderter Pumpstrombedarf
  • Geringere Wärmeverluste von Wärmeleitungen und Wärmespeicher
  • Möglichkeit der Brennwertnutzung
  • Erhöhte Speicherkapazität von Wärmespeichern
Netzplan Kommunales Klimaschutz-Modellprojekt SolarHeatGrid 2019