Sonne

Sonnenpfad 9: Klimastrategie Ludwigsburg

Sonnenpfad – Klima und Energie

Die Stadt Ludwigsburg ist seit vielen Jahren in den Bereichen Klima und Energie aktiv. Langfristiges Ziel ist die Klimaneutralität bis 2050 und der Erhalt einer lebenswerten Stadt, auch unter sich verändernden klimatischen Bedingungen. Der Klimawandel und die Notwendigkeit, Energieversorgung zugleich nachhaltig und bezahlbar zu gestalten, veranlassten die Stadt Ludwigsburg ein integriertes Klimaschutz- und Energiekonzept (iKEK) sowie das Strategische Fachkonzept Klimaanpassung zu erarbeiten. Im integrierten Klimaschutz- und Energiekonzept werden Grundlagen und Voraussetzungen für mögliche Energieeinsparungen, den Einsatz von regenerativen Energien und zur CO2-Reduktion zusammengefasst. Zur Erreichung der Klimaneutralität ist der nachhaltige Umgang mit Ressourcen von großer Bedeutung. Dazu zählen insbesondere die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Umstellung auf nachhaltige und erneuerbare Energien. In Ludwigsburg tragen an erster Stelle die privaten Haushalte zur Treibhausgas-Bilanz bei, gefolgt von Gewerbe und Verkehr. Hier bestehen erhebliche Potenziale den CO2-Ausstoß zu minimieren. Das "SolarHeatGrid"-Projekt leistet einen immensen Beitrag zur Ausschöpfung dieser Potenziale. Es hilft, die Treibhausgasemissionen in Ludwigsburg weit über die gesetzlichen Einsparziele hinaus zu reduzieren und ersetzt fossile Energieträger in den bestehenden Wärmeversorgungsnetzen.

Zentrale Maßnahme zur Erreichung der Klimaneutralität 2050 ist auch das Sanierungsmanagement in Stadtquartieren. Ludwigsburg hat derzeit drei aktive Sanierungsmanagements. Die zuständigen Beraterinnen und Berater sollen die Bewohnerinnen/ Bewohner sowie die Eigentümerinnen/ Eigentümer der Quartiere gezielt zu Energieeinsparungen durch Gebäudedämmung und ein geändertes Nutzerverhalten informieren sowie zur Nutzung regenerativer Energiequellen wie Nahwärme aus Solarthermie motivieren. Auch Photovoltaik spielt eine wichtige Rolle für den Klimaschutz: Mit jeder 10 kWp PV-Anlage lassen sich bis zu 4,9  CO2 einsparen. Ludwigsburg verfügt mit einer mittleren jährlichen Globalstrahlung von ca. 1.110 kWh/m² über optimale Rahmenbedingungen zur Nutzung der Sonnenenergie. Dies ist in der Regel aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. Sonnenenergie ist überall verfügbar und bringt in einer dicht bebauten Stadt wie Ludwigsburg große Möglichkeiten für eine klimafreundliche lokale Energiegewinnung mit. Das Potenzial zur Stromerzeugung aus Photovoltaik in der Stadt Ludwigsburg beläuft sich insgesamt auf ca. 78 GWh. Im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien wie Windenergie, Wasserkraft und Holzenergie weist Photovoltaik in punkto Stromerzeugung das größte Potenzial auf. Zudem bringt die  lokale Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien durch PV-Anlagen den Vorteil mit sich, dass von deren Betrieb keinerlei Emissionen ausgehen. Außerdem wird damit ein Beitrag zur unabhängigen Energieversorgung geleistet, die Versorgungs- und Preissicherheit mit sich bringt.

Maßnahmen des Klimaanpassungskonzepts wiederum zielen auf die Bewältigung der Folgen des Klimawandels ab, zum Beispiel die Verfügbarkeit von großräumigen Grünflächen im Stadtgebiet. Auch die Gebäude müssen an heißere Temperaturen angepasst werden, etwa durch Dach- und Fassadenbegrünung. Außerdem gibt das Klimaanpassungskonzept Empfehlungen zur Freihaltung von Frischluftschneisen und somit zur künftigen Flächenentwicklung. Es bildet eine wichtige Grundlage für künftige Planungsprozesse, beispielsweise bei Quartiersentwicklungen, bei der Wohnbaulandentwicklung, bei der Aufwertung und Ausweisung von Gewerbegebieten sowie bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans.

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