Sonne

Sonnenpfad 2: Wasserversorgung Fürstenhügel

Der Wasserturm Fürstenhügel mit Versorgungsanlage

1870: erstes Wasserreservoir auf dem Hügel

1925: Erweiterung der Anlage

1935: Bau des Wasserturms aus rund 400.000 Backsteinen

1936: Inbetriebnahme des Wasserturms

Bis heute: Inbetriebnahme von 2 weiteren Erdbehältern, Anschluss an die Bodenseewasserversorgung.

Unter dem Wasserturm auf dem Fürstenhügel in Ludwigsburg bei Stuttgart lagern 10.000 m³ Trinkwasser in vier Trinkwasserhochbehältern aus Beton.
Der Wasserturm beinhaltet eine weitere Trinkwasserkammer mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Liter.

Wasserdichtes Betonkonstrukt

Schwindelfrei geht hier vor allem unser Wassernetzmeister in die Höhe. Bei den täglichen Erkundungstouren durch alle Wasserversorgungsanlagen der Stadtwerke werden Wasserproben genommen - damit immer sauberes Trinkwasser aus dem Hahn kommt.

Interessiert an einer Führung durch den Wasserturm Salonwald? Bitte Mail an infotechnik@swlb.de senden.

Erfahren Sie mehr über unsere Wasserversorgung: die beiden Vorlieferanten (Landeswasserversorgung und Bodenseewasserversorgung) sowie die Trinkwasser-Qualität und Wasserhärte.

Wasserspeicherung auf geschichtsträchtigem Boden

Die Behältergruppe Fürstenhügel ist mit über 150 Jahren eine der ältesten Anlagen der Wasserversorgung Ludwigsburgs. 1870 wurde auf dem Römerhügel, der vermutlich auf Grund mehrerer Gräber aus der Keltenzeit auch Fürstenhügel genannt wird, ein hoch gelegenes, gemauertes Wasserreservoir mit einem Fassungsvermögen von 800m3 erbaut. Das Bauwerk wurde 1925 durch einen wasserundurchlässigen Erdbehälter mit 5000m3 erweitert, wobei die Baustelle bei der Errichtung zu den größten in der Umgebung zählte. Zusätzlich wurde 1935 ein Wasserturm gebaut, um die ungünstigen Druckverhältnisse, die durch die territoriale Ausdehnung der Stadt Ludwigsburg entstanden, aufzuheben. Der Wasserturm am Fürstenhügel fasst bei einem Durchmesser 17,5 Metern und einer Höhe von 42,30 Metern einen Wasserinhalt von 2,000m3. Sein Bau benötigte unter anderem 1800m3 Beton, 160 Tonnen Eisen und rund 400.000 Backsteine und kostete 156932,48 Reichsmark.
Die tiefer gelegenen Teile der Stadt werden weiterhin von den Erdbehältern versorgt, währenddessen alle höher liegenden Bereiche vom Hochbehälter gespeist werden. Die Behältergruppe Fürstenhügel ist seit 1952 an die Kanalisation angeschlossen, sodass der Restinhalt bei Reinigungen eingeleitet werden kann. Im Laufe der Zeit wurden Änderungen, wie Pumpenumbauten, Austausch von Dieselmotoren oder der Neubau von zusätzlichen Erdbehältern mit Fassungsvermögen von 5000m3, vorgenommen. Die Turmbehälter werden von der Bodensee-Wasserversorgung (BWV) versorgt, die Erdbehälter dagegen von der Landes- Wasserversorgung (LWV) und aus eigenen Quellfassungen. Die Leitwarte der SWLB ist für die Betriebsführung zuständig und empfängt mit der Fernwirktechnik Messungen und Störmeldungen der Anlage und kann im Notfall sofort reagieren. Neben seiner eigentlichen Aufgabe als Wasserturm, dient er noch als Antennenträger von Mobilfunknetzen und Sendestation von Radiofunkprogrammen. (Quelle: Thomas Wolfinger, Mitarbeiter der SWLB)
Mehr Informationen zu allen Wasserbehältern der SWLB

Hier gibt es zudem weiterführendes Lehrmaterial für Schulen: Wasser macht Schule

 

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