Sonne

Sonnenpfad 1: Keltengrab Fürstenhügel

Fürstenhügel / Keltengrab

Der Wasserturm Römerhügel (bzw. Fürstenhügel) der Stadtwerke steht auf genau der Fläche, auf der 1877 Oscar Friedrich von Fraas* einen außergewöhnlichen Fund machte. Der Name Römerhügel leitet sich nämlich von einem Hügel mit rund 60 Meter Durchmesser und 6 Meter Höhe ab. Ursprünglich dachte man, hier hätte es vor tausenden von Jahren einen römischen Wachturm gegeben. Seit den Entdeckungen 1877 wird dieser Ort auch Fürstenhügel genannt. Hier wurden damals zahlreiche archäologische Funde in der Bauphase der Wasserversorgungsanlage zutage gefördert. Laut Stadtarchivar Dr. Simon Karzel hätte man den Ort auch Fasanenhügel nennen können: Zur Zeit Herzog Carl Eugens befand sich hier ein eingezäuntes Wäldchen mit Fasanen. Die Zeitgenossen von Carl Eugen nannten den Hügel im 18. Jh. Belle Remise (Schönes Gehege). Der Hügel wurde vor rund 2.100 Jahren von den damaligen Bewohnern, den Kelten, künstlich aufgeschüttet. Nach den Kelten besiedelten die Römer das fruchtbare Land.

(Ein interessanter Zeitungsartikel gibt weitere Aufschlüsse über diese Zeit und Besiedler)

Unter der Leitung von Prof. Dr. von Fraas wurde an dieser Stelle vor rund 150 Jahren ein reich ausgestattetes Fürstengrab aus keltischer Zeit gehoben und rekonstruiert.

Heute liegt unter dem Wassersturm ein anderer Schatz: unser Trinkwasser.

*Quelle Wikipedia: Oscar Friedrich von Fraas
deutscher Pfarrer, Geologe  und Paläontologe
geboren 1824 in Lorch, gestorben 1897 in Stuttgart

Wer mehr über die Kelten erfahren möchte, kann das in einem der umliegenden Keltenmuseen. Es gibt derer mehrere in Baden-Württemberg: das nächste ist in Hochdorf/Eberdingen (Landkreis Ludwigsburg) gelegen, dann folgen Nagold (Landkreis Calw), Villingen-Schwenningen und Herbertingen (Landkreis Sigmaringen). Die dortige "Heuneburg" ist eine der wichtigsten keltischen Ausgrabungsstätten.

Gute Links in die Geschichte: