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Stadtwerke prüfen Gasrohrnetz

(vom 29.06.2016)

29.06.2016 / Ludwigsburg, Kornwestheim. Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH (SWLB) prüft ab Ende Juni / Anfang Juli ihr Gasrohrnetz in Kornwestheim-West sowie in den Ludwigsburger Stadtteilen Neckarweihingen, Poppenweiler, Hoheneck und Ludwigsburg-Nord.

Ralf Zimmer prüft das Rohrnetz

Das Erdgasnetz der SWLB hat eine Gesamtlänge von rund 540 Kilometern. Die Stadtwerke sind bestrebt, die zur Versorgung notwendigen Netze und Anlagen störungsfrei und sicher zu betreiben. Dazu gehören umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen. Neben der laufenden Erneuerung der Leitungen sind die Rohrnetzüberprüfungen ein probates Mittel für die Gewährleistung der Betriebssicherheit der Rohrnetze und damit für die Sicherheit der Bürger. Die Kontrollen dienen dem frühzeitigen Aufspüren von möglichen Leckagen. Die Grundlagen der Rohrnetzüberprüfung sind in den Vorschriften der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches festgelegt. Unter Berücksichtigung der Kriterien wie Werkstoff, Druckstufe und Netzzustand werden vom Versorgungsunternehmen Prüfperioden für die einzelnen Überprüfungsbezirke ermittelt.

Die Rohrnetzüberprüfung von Gasleitungen erfolgt mit Hilfe hochempfindlicher Gasspür- und Gasmessgeräte. So saugt ein Spürgerät mittels einer „Teppichsonde" die Bodenluft knapp über der Oberfläche ab und analysiert, ob Spuren von Erdgas enthalten sind. Die hohe Empfindlichkeit der Gasspürgeräte ermöglicht es, auch die kleinsten Undichtigkeiten an den erdverlegten Rohren zu finden.

Bei der diesjährigen Inspektion werden circa 270 km Hauptleitungen überprüft. Verbleibende Ortsteile und Gemeinden kommen in der nächsten Prüfperiode 2017 an die Reihe. Während der Überprüfung sind bis zu zwei Mitarbeiter unterwegs. Ein Mitarbeiter hat die Lotsenfunktion. Er stellt den Leitungsverlauf fest und navigiert den zweiten Mitarbeiter, den so genannten Gasspürer.

Bei der Gasrohrnetzüberprüfung werden im Straßenbereich über dem Abzweig zum Hausanschluss Bohrungen in den Asphalt vorgenommen. Mittels einer Gassonde wird erspürt, ob Gas austritt. Diese Bohrlöcher werden nicht verfüllt, sondern mit einem Stopfen versehen, der ein erneutes Prüfen erleichtert. Das Überprüfungsteam setzt zudem einen „elektronischen Kollegen" ein: ein GPS-Ortungsgerät ("Global Positioning Systems"), das seine Informationen über Satelliten bezieht. Auf seinem transportablen Display werden die genaue Position und der Verlauf der unterirdischen Gasleitungen anzeigt. Ebenso wird der genaue Standort der Überprüfungskolonne ermittelt und auf der Karte dargestellt. Dem kleinsten Verdacht auf Gasaustritt wird sofort nachgegangen. Bei Bestätigung einer Leckage wird diese punktgenau aufgegraben und von den Mitarbeitern der Stadtwerke unter Einhaltung aller sicherheitstechnischen Aspekte beseitigt. Zu einer lückenlosen Rohrnetzüberprüfung gehören auch die Hausanschlussleitungen. Die SWLB bittet daher darum, den Zugang zum Vorgarten bis zur Hausaußenwand zu gewähren. Die Mitarbeiter des Stadtwerke-Überprüfungstrupps weisen sich unaufgefordert aus.

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