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Intelligente Straßenbeleuchtung“ in Ludwigsburg

(vom 20.04.2016)

Auf dem Weg zur „Smart City“: Erste Straßenlaternen der Stadtwerke leuchten bedarfsabhängig, sparen Strom und schonen die Umwelt

Das ist neu in Ludwigsburg: Straßenlaternen, die nur dann heller werden, wenn Fahrzeuge, Fahrräder oder Fußgänger sich nähern. Die zukünftig das Licht dimmen und Strom sparen, die Umwelt und die Tiere schonen.

Nikolai Lakovic (TDL) prüft den Bewegungssensor

In der Stadt wird die „Intelligente Straßenbeleuchtung“ jetzt zuerst am Fuß- und Radweg zwischen Oßweil und der Oststadt eingesetzt. Das Projekt der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH (SWLB) ist ein Beispiel dafür, wie Städte in Zukunft „smarter“ werden können. Die Technik stellt die Arnsberger Firma Trilux zur Verfügung. Im Rahmen des Innovationsnetzwerks „Living LaB“ wird die Funktionsweise nun in der Stadt getestet.

Schlaue Straßenlaternen

Die innovativen LED-Straßenlaternen denken mit: Sie erfassen Bewegungen und dimmen zu verkehrsarmen Zeiten automatisch das Licht. Bei Annäherung von Fahrzeugen oder Fußgängern erhellen sie wieder die Umgebung. Dadurch trägt die intelligente Straßenbeleuchtung zur Sicherheit im öffentlichen Raum in Ludwigsburg bei, erhöht gleichzeitig die Energieeffizienz und reduziert auch die Kosten.

Als erstes Projekt in der Stadt wird die bestehende Beleuchtung des Fuß- und Radweges zwischen Oßweil und der Oststadt mit der neuartigen bedarfsgerechten Leuchttechnik versehen. Die SWLB nimmt an der Stelle 23 intelligente Straßenleuchten der Firma Trilux in Betrieb. Die LED-Laternen erfassen über Sensoren die Bewegungen und beleuchten den Weg nur dort, wo es notwendig ist. Danach verringern sie wieder die Lichtintensität oder schalten sich zu später Stunde komplett ab.

Bodo Skaletz, Geschäftsführer der Stadtwerke, erklärt das Projekt: „Wir betrachten Licht nicht nur als Notwendigkeit im öffentlichen Raum. Mit der ‚Intelligenten Straßenbeleuchtung‘ als erstem Baustein eines modernen Lichtmanagementsystems sparen wir nicht nur Energie, sondern öffnen auch Horizonte für eine kommunikativ vernetzte Stadt. Unsere Straßenlichtpunkte könnten mit ihren vielfältigen Nutzungsoptionen geeignete Standorte für die smarte Stadt sein.“

Neue Möglichkeiten

Auf lange Sicht spart die Art der Beleuchtung bis zu 60 Prozent der Energiekosten. Die Laternen leisten einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz und schützen Insekten, Vögel oder Fledermäuse vor dauerhafter Lichteinwirkung.

Und es geht noch smarter: Optional könnte die Straßenbeleuchtung künftig an einigen Stellen auch als öffentliches WLAN, öffentliche Ladestation für E-Fahrzeuge und Pedelecs sowie als Notrufeinrichtung dienen. Die Technik würde so einen gebäudeunabhängigen Ausbau öffentlicher WLAN- und Lade-Infrastruktur ermöglichen.

Das Ludwigsburger Innovationsnetzwerk „Living LaB“

Wie eine Stadtgesellschaft die vielen Herausforderungen der Zukunft von der Veränderung des Klimas bis zum demografischen Wandel bewältigen kann, geht Ludwigsburg auf der Grundlage des nachhaltigen Stadtentwicklungskonzepts im „Living LaB“ nach. In dem 2015 gegründeten Innovationsnetzwerk arbeiten die Stadt und Partner aus Wirtschaft, Industrie sowie Forschungseinrichtungen in einzigartiger Weise zusammen. Aus der Kooperation sollen sich Impulse für innovative Technologien entwickeln, die vor Ort unter realen Bedingungen erprobt werden können.

„Die starke Beteiligung hochrangiger Führungskräfte aus der Industrie, dem IT-Sektor und der universitären Einrichtungen ist ein Ausdruck des hohen Interesses am gemeinsamen und umfassenden Innovationsprojekt in unserer Stadt“, findet Ludwigsburgs Oberbürgermeister Werner Spec und beschreibt das Ziel dabei: „Die neuen Technologien sollen wertvolle Beiträge in den Bereichen Mobilität, IT und Energie für Menschen und Umwelt ermöglichen, und sie stellen auch neue Chancen für zukunftssichere Arbeitsplätze dar.“

Ludwigsburg möchte zum Beispiel auch Sensoren testen, mit denen man die Verfügbarkeit von freien Parkplätzen in der Stadt über das Smartphone oder ein Navigationsgerät abrufen und damit leicht einen Parkplatz finden kann. Außerdem will die Stadt mit erneuerbaren Energien, Solarthermie, Kraft-Wärme-Kopplung und Energie-Quartiersspeichern die C02-Bilanz verbessern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit gewährleisten.

Ein weiteres Projekt im Rahmen des Living LaB ist es, nachhaltigen und qualitätvollen, aber dennoch bezahlbaren Wohnraum durch den Einsatz von Modul- und Systembauweisen zu schaffen. Hierfür sind Entwicklungspartnerschaften mit Vertretern aus Bauwirtschaft, praxisorientierter Forschung und Architektur geplant.

Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb „Zukunftsstadt“

Um die Frage „Wie sieht die Stadt von morgen aus?“ geht es auch im Wettbewerb „Zukunftsstadt“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Wissenschaftsjahr 2015 gestartet hat. 52 ausgewählte Städte, Gemeinden und Landkreise entwickeln dafür gemeinsam mit Bürgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine ganzheitliche und nachhaltige Vision 2030+ für ihre Kommune – auch Ludwigsburg ist mit den Projekten des „Living LaB“ dabei.

„Zwei Entwicklungen stehen hier für uns in der Stadt besonders im Fokus“, erklärt Oberbürgermeister Werner Spec: „Einmal das zunehmende Bedürfnis der Menschen nach mehr Möglichkeiten der Vernetzung, der nachhaltigen Mobilität und zu wirtschaftlichem Wohlstand. Und zum Zweiten die immer schneller voranschreitende technische Weiterentwicklung, die unseren lokalen Industrieunternehmen stets aufs neue Chancen bietet, die es zu nutzen gilt.“

Informationen und Bilder zum Thema Intelligente Straßenbeleuchtung im Web auf www.swlb.de/intelligente-strassenbeleuchtung

(Stadt Ludwigsburg, Clemens Flach – 20.04.2016)

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